ITP Zeitschel

Nachweis der Betondruckspannungen

Unmittelbar nach dem Vorspannen möchte man häufig auch gleich das Traggerüst absenken. Der Beton hat aber ggf. noch nicht die notwendige Festigkeit. Die Zulassung des Spannverfahrens regelt zwar die erforderliche Mindestfestigkeit für die Verankerungsbereiche, aber eben nicht für das Bauwerk an sich.

Prüfer möchten ggf. auch Temperaturlasten berücksichtigt wissen.

Kritisch wird häufig der Nachweis der Betonspannungen: nur Eigengewicht (0,95....1,05?) und Vorspannungen (0,95....1,05 s. EC2 kap.II Abschn. 5.10.9). In der charakterischen Kombination darf die Betondruckspannung lediglich 0,6*(1,1?)*fck betragen.

Die bauzeitliche Flächenlast von 1,5kN/m² (EC2 Kap. II Abschn. 113.2) ist ggf. auch einzurechnen.

Es kann durchaus sein, dass die geforderte Festigkeit in der Zulassung der Spannglieder unter der erforderlichen Mindestfestigkeit für den Nachweis der Betondruckspannungen liegt. Dann muss man mit der Vorspannung noch etwas warten.

Wenn die Spannglieder länger als 6 Wochen unverpresst auf der Baustelle gelagert werden, muss man zusätzliche Korrosionsschutzmaßnahmen ergreifen.

Normen

  • ZTV-ING Teil 3 Abschn. 2 Punkt 6.6.1
  • EC1 Kap. I Tab. NA.A2.1
  • nicht ansetzen?: 1.5kN/m² entsprechend EC2 Kap. II NCI zu 113.2
Letzte Änderung: Dienstag, 04.06.2019   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Stuttgart