ITP Zeitschel

vorgespannte Fertigteile

Ich bin kein Freund von Fertigteilen!

Grundsätzlich sind bei vorgespannten Konstruktionen die nachstehenden Nachweise zu führen:

  1. Grenzzustand der Tragfähigkeit
  2. Dekompressionsnachweis (besonders für die Vorbemessung)
  3. Rissbreitennachweis (Mindestbewehrung)
  4. Nachweis der Betondruckspannungen 2x!!
  5. Nachweis der Spannstahlspannungen
  6. Nachweis der Schlaffstahlspannungen
  7. Nachweis der Ermüdung 2x!!
  8. "Berechnung" der Durchbiegungen (Zustand II)

Für die Gebrauchstauglichkeit sind zudem die Schwankungen der Vorspannung zu untersuchen.

Entscheident ist natürlich die Wahl des Spanngliedverlaufs. Bei durchlaufenden Systemen mit ungünstigen Stützweitenverhältnissen ist das doch recht schwierig.

mögliche Spanngliedanordnung

Mit der nachstehend skizzierten Spanngliedanordnung kann man recht gut den schmalen Pfad zwischen den Nachweisen finden. Die "Stellschrauben" sind:

  1. Vorspannkraft (rot bzw. grün)
  2. Stich (grün)
  3. Anfang- und/oder Endhöhe (rot)
  4. Anzahl der Spannglieder

 

 

durchlaufend gerade und girlandenförmig

teilweise sofortiger Verbund

Die untere Spanngliedlage kann man auch im sofortigen Verbund einbauen. Das spart Platz für die Endverankerung und man kann auch noch schön die Spannlitzen in die Querträger einbinden lassen.
Dann können sich die beiden Lagen aber nicht mehr kreuzen.

untere Lage im sofortigen Verbund

sofortiger Verbund

Längsbewehrung im Querträger

s.a. positives Stützmoment

Literatur

Prof. Geißler; "Handbuch..." S. 474 ff.

Monolitzen und Bündelspannglieder

Monolitzen und Bündelspannglieder
Letzte Änderung: Donnerstag, 17.12.2015   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Stuttgart