ITP Zeitschel

1. Ergänzung der Nachrechnungsrichtlinie

Hier werden kurz die Besonderheiten (Abweichungen) der Nachweisstufe 2 zusammengefasst. Die Zusammenfassung betrifft vorgespannte Tragwerk.  Grundsätzlich handelt es sich bei diesen Abweichungen um Abweichungen gegenüber den DIN Fachberichten 101 und 102.

Schnittgrößenermittlung

GZT

Eigengewicht

Nur Wenn die Einflüsse:

  • Abmessungen
  • Wichte und
  • Bewehrungsgehalt

ermittelt werden sollten, kann der Teilsicherheitsbeiwert für das Eigengewicht von 1,35 auf 1,2 (auf 89%) reduziert werden.

Stützensenkung

Wenn die Schnittgrößen (Biegung, Querkraft und Torsion!) mit den Steifigkeiten Zustand I ermittelt werden, so dürfen diese auf 40% abgemindert werden.

Temperaturbeanspruchung

Wenn die Schnittgrößen mit den Steifigkeiten Zustand I ermittelt werden, so dürfen diese auf 40% abgemindert werden.

Schwinden

Das Schwinden braucht im GZT mit lediglich 1,00 angesetzt zu werden.

Hauptzugspannungskriterium

Wenn im GZT das Hauptzugspannungskriterium genutzt wird, sind die speziellen Regelungen aus 12.2.2 (5) zu beachten. Beim Ermüdungsnachweis wird dann das Ziellastniveau angesetzt.

GZN

Im GZN gibt es keine Abweichungen.

 

 

Bemessung

Teilsicherheitsbeiwerte auf der Widerstandsseite

Schlaffstahl

Für den Schlaffstahl, welcher die Biegung aufnimmt, darf unter der Voraussetzung, dass ein „ungünstiges“ Differenzmaß von2cm angesetzt wird, eine Materialsicherheit von nur 1,05 berücksichtigt werden. Für die Bügelbewehrung ist eine solche Reduzierung der Materialsicherheit nicht vorgesehen.

 

Spannstahl

Für den Spannstahl lauten diese Regelungen Differenzmaß=1cm und Materialsicherheit=1,1

Bemessung GZT

Bei der Biegung (mit Längskraft) sind die in der 1. Ergänzung der Nachrechnungsrichtlinie neue Regelungen vorgegeben. Bei der Querkraft und bei der Torsion gelten besondere Regelungen für die Neigung der Druckstreben.

Bemessung GZN

Grenzwerte der Vorspannkraft

Die Vorspannung ist mit 0,95 bzw. 1,0 anzuesetzen.

Dekompression

Bei der Dekompression kann ggf. auf die nachgewiesene betonzugfestigkeit abgestellt werden; dann aber Nachweisklasse C!

Rissbreitennachweis

Die Nachrechnungsrichtlinie fordert (!???) das Nachweisformat "Berechnung der Rissweite".

Ermüdung

Biegung oder Querkraft

Grundsätzlich ist mit der1. Ergänzung der Nachrechnungsrichtlinie zwischen der Ermüdung infolge Biegung und der Ermüdung infolge der Querkraft zu unterscheiden.

Querkraftbewehrung

Außerdem wird ein Nachweis „unter Vernachlässigung der Querkraftbewehrung“ als Option vorgegeben.

Lastmodell

Weiterhin ist zu beachten, dass beim Nachweis der schädigungsäquivalenten Spannungsschwingbreite als Einwirkung die Lasten aus dem Ermüdungslastmodell (ELM 3) zu berücksichtigen sind. Da hingegen werden beim Nachweis der Hauptzugspannungen die Lasten aus dem „Ziellastniveau“ angesetzt.

In beiden Fällen ist die Temperaturbeanspruchung zu berücksichtigen.

AQBS

Im AQBS kann man die maximale und minimale Neigung der Druckstreben vorgeben. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Bemessung unter Beachtung der vorgegebenen Bewehrung durchzuführen.
beme zus bruc tana #tana tanb #tanb amax fix
Dann kann man auch die maximale Auslastung jedes einzelnen Rangs grafisch darstellen. Bei Überschreitungen sollte man diese Begrenzung aufheben und die Ränge einzeln auswerten.

Letzte Änderung: Dienstag, 08.09.2015   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Stuttgart