ITP Zeitschel

normative Regelung

Am übersichtlichsten ist das Thema Zwangsschnittgrößen im "Handbuch Eurocode 2 Betonbau Band 2: Brücken" auf den Seiten 27 sowie 75 beschrieben.
Leider wird aber im Grenzzustand der Ermüdung (s. S. 145) dann doch wieder die Temperatur benannt. Auch die Setzungen (falls ungünstig wirkend?) sollen im Ermüdungsnachweis berücksichtigt werden!

Vereinfachung

Bei der Schnittgrößenermittlung für den Grenzzustand der Ermüdung ist zu beachten, dass der zeitliche Abstand zwischen unterschiedlichen Verkehrslasten aus dem Bahnbetrieb viel kleiner (Sekunden) ist, als der zeitliche Abstand zwischen den unterschiedlichen Temperaturlasten (12 Stunden bzw. mehrere Monate).

Eine Zugüberfahrt dauert nur ein paar Minuten. Dabei treten sehr viele Spannungsspiele (mittlere Achsabstand 2...8m) auf. Dagegen liegen zwischen extremer Hitze und klirrender Kälte mehrere Monate. Auch die Vertikalkomponente (lineare Temperaturunterschiede) der Temperatureinwirkung braucht für ein Spannungsspiel etwa 12 Stunden.

Mit dieser Begründung akzeptieren viele Prüfer, wenn man beim Ermüdungsnachweis sowohl die Temperatur als auch die Setzungen vernachlässigt!?

dicke Bauteile

Bei dicken Bauteilen muss nicht die gesamte Querschnitthöhe angesetzt werden. Hierfür wird das Modell der "effektiven Dicke" angewandt.

s. Geißler, K.; Handbuch Brückenbau; S. 503 ff und Meyer, G.; Rißbreitenbeschränkung nach DIN 1045

 

 

Letzte Änderung: Donnerstag, 18.09.2014   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Stuttgart