ITP Zeitschel
ITP Zeitschel - Ingenieurbüro für Tragwerksplanung, Baustatik und Konstruktion

Gewölbebrücken

Diese Bauwerke gehören zu den echten "Schmankeln" eines Statikers.

Will man die ertragbare Belastung möglichst wirklichtnah ermitteln, so sind schon ein paar Zwischenschritte nötig. Mit einer ersten elastischen Berechnung kann man versuchen, die Schwachstellen des Tragwerks zu ermitteln. Und dann geht es los: Auftraggeber (muss Geld ausgeben, dass er nicht hat), Bodengutachter, Materialkundler und Statiker müssen zusammenarbeiten. Wenn es optimal läuft, steht am Ende eine Brückennachrechnung, welche den prüfbaren Nachweis erbringt, dass die gute alte Brücke auch in unseren Tagen noch recht ordentlich trägt.

Dazu braucht ein Statiker aber ein paar belastbare Grundlagen:

  • konkrete Bodenkennwerte
  • Arbeitslinie des Mauerwerks (klassischer Weise nichtlinear)
  • aussagekräftiger Brückenprüfbericht

Mit diesen Angaben kann man dann eine solide Berechnung durchführen und die Grenzen der rechnerischen Tragfähigkeit ermitteln. Auf der Grundlage des "genauen Verfahrens" der DIN 1053-100 Abschn. 9 und mithilfe eines materialnichtliearen Berechnungsverfahrens kann häufig eine Tragfähigkeit deutlich oberhalb der elastischen Berechnung nachgewiesen werden.

Probebelastungen stellen bei Gewölben keine wirkliche Alternative zur Statik dar. Bei den durchgeführten Belastungen ergaben sich keine auswertbaren Verformungen. Außerdem sind Probebelastungen (zumindest bei Bahnbrücken) unverhältnismäßig teuer.

Letzte Änderung: Mittwoch, 02.07.2014   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Stuttgart